Entwurf PPP/WES

Ohne die Westumgehung geht nichts!

von Leo J. Heinl am 01.06.2011 | 13:27 | Kommentare: 0 |

Persönlich favorisiere ich den Entwurf von petersen pörksen partner. Dieser Entwurf passt von den Dimensionen am besten zu einer mittelgroßen Stadt wie Pinneberg. Wenn verwirklicht, so hätte das Ergebnis den Charakter gewachsener Strukturen und nicht einer Entwicklung aus der Retorte.

Ausdrücklich begrüße ich die (in von der Stadtverwaltung vorgegebene, im Forum aber oft kritisierte) Verschwenkung der Friedrich-Ebert-Straße und deren Rückbau. Es ist schlicht anachronistisch, dass — wie heute — der gesamte Durchgangsverkehr eingeladen wird, auf vierspurigen Achsen durch das Stadtzentrum zu fahren. Durchgangsverkehr gehört auf Umgehungsstraßen, nicht aber auf die innerstädtischen Straßen.

Daher hat die Pinneberger Westumgehung absolute Priorität.

Ohne die Westumgehung blieben sämtliche innerstädtische Planungen schöne Pläne, die bei Realisierung aber mit Sicherheit im Verkehrschaos enden würden. Pkw- und Lkw-Verkehr von z. B. den BAB-Anschlüssen in Pinneberg-Nord oder Rellingen nach z. B. Prisdorf oder Appen hat nicht durch das Pinneberger Stadtzentrum fließen, sondern schneller und problemloser — endlich — über die Westumgehung.

Zentraler Punkt der Vorgaben waren auch die in die Innenstadt einzubeziehenden großflächigen Einzelhandelsflächen. Ob diese wirklich das Pinneberger Stadtzentrum nachhaltig beleben werden, kann durchaus bezweifelt werden. Nach Geschäftsschluss wird die Innenstadt dann genauso „lebendig“ sein wie heute. Verkaufsflächen allein machen die Innenstadt nicht attraktiv. Es müsste ein Gesamtkonzept entwickelt werden, wie die Innenstadt — auch durch kulturelle und gastronomische Angebote — nachhaltig zum Leben erweckt wird. Dafür könnte die Erfahrung erfolgreicher Center-Manager wie z. B. ECE sicherlich bei den städtischen Planungen weiterhelfen.

Parkraum ist in allen Entwürfen (wohl ausreichend) vorgesehen. Aufgrund der auch hierfür erheblichen Investitionen wird der jedoch sicherlich nicht kostenlos angeboten werden können. Die neuen innerstädtischen Einzelhandelsflächen konkurrieren dann mit den heutigen Einkaufslagen in Elmshorn, Prisdorf und Rellingen, die aber kostenfreien Parkraum zur Verfügung stellen. Wer bei MediaMarkt in Rellingen seinen neuen Fernseher oder seine neue Waschmaschine kauft, kann mit seinem Auto direkt an die Laderampe fahren. In der neuen Innenstadt muss er aber seine Einkäufe erst zum Parkhaus schleppen.

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