Hinweise zur Neugestaltung

Attraktive Innenstadt

von Zaunkönig am 24.05.2011 | 08:14 | Kommentare: 2 |

Auch ich lebe gern wie viele meiner Mitbürger in unserer schönen Stadt.
Klar sollte die Innenstadt verschönert werden. Allerdings stehen unsere finanziellen Mittel dem entgegen. Ich meine, wir sollten zunächst den Haushalt sanieren und nicht eine neue "Baustelle" aufmachen und damit neue Schulden anhäufen!
Wenn überhaupt würde ich damit beginnen, die Innenstadt bis zur Friedrich-Ebert-Str. zu erneuern, also die Südseite und keinesfalls darüberhinaus. Aber auch hierzu müssten wir gegenfinanzieren, d.h. etwas anderes müsste gestrichen werden zugunsten dieses Vorhabens.
Von daher sollte ich keines der vorgestellten Konzepte umgesetzt werden.
Schöne Ideen kosten Geld! Das haben wir nicht!
Deswegen bitte ich die Verwaltung und alle Entscheidungsträger unbedingt zurückzurudern und sich der Situation angemessen zu verhalten!

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  Kommentare
Steuerzahler am 24.05.2011 19:17:01

Lieber Zaunkönig, liebe Ute,

die Finanzierung ist ein ganz wesentliches Problem dieser Idee. Die Stadt hat heute schon ca. 70 Millionen € Schulden und ein Forderungsmanagement, daß das Eintreiben von Außenständen in Höhe von 7 Millionen glatt verschlampt hat... Und nun soll versucht werden, über die Schaffung neuer Ladenflächen größeren Umsatz und damit mehr Gewerbesteuer zu erzielen. Dabei stützt man sich auf ein Einzelhandelsgutachten, daß Pinneberg mit Lohne vergleicht und trotz des schon erheblichen Leerstandes noch Potential für Erweiterungen der Landenflächen ausweist.
Daß die Bedürfnisse der Kunden längst anderswo befriedigt werden, daß die VR-Bank keine Investoren für ein Kaufhaus auf ihrem Parkplatz fand und daß die Shopping-Zentren von Schenefeld oder Prisdorf nicht einfach verschwinden, wird gern ausgeblendet.
Für die Realsierung der Entwürfe, den Flächenankauf, Straßen- und Brückenbau, Ausbau der Pinnau und eines Friedrich-Ebert-Platzes müßte die Stadt richtig Geld in die Hand nehmen. Geschätzte Größenordnung 30 Millionen €. Und das bei einem Bauamt, daß mit der Erneuerung der Mühlenstraße schon Schwierigkeiten hat...
Das Geld ist aber gar nicht vorhanden. Sondern müßte, wenn es denn überhaupt aufzutreiben ist, finanziert werden. Es würden Zinsen und Zinseszinsen anfallen. Bei nur 4% beliefen sich allein die jährlichen Zinsen auf 1,2 Millonen €. Da müsste der Umsatz schon prächtig sein, um dieses Geld über Gewerbesteuern je wieder reinzuholen.

Diese ganze Planung hat keinerlei solide finanzielle Basis. Das sind alles Luftschlösser. Und je schöner die Pläne angemalt sind, desto mehr Begehrlichkeiten werden geweckt. Inzwischen ist die Bürgermeisterin schon so in diesem Projekt gefangen, daß ein Ausstieg ohne Gesichtsverlust kaum möglich wäre.

Da kann man nur hoffen, daß der Landesrechnungshof (der Rechnungshof eines Bundeslandes, daß gerade wegen seines horrenden Defizits unter Aufsicht gestellt wurde)dem Spuk ein Ende macht.

Ute am 24.05.2011 12:49:02

Hallo Zaunkönig,

so wie ich er verstanden habe soll ja gerade die Neugestelltung der Innenstadt durch die Einnahme von neuen Gewerbesteuern den in Zukunft Haushalt finanzieren.

Für was immer man sich dann entscheidet, braucht man dann Investoren. Pinneberg kann und will auch nicht die Kosten tragen das hat die Bürgermeisterin ja klar gesagt.

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